„Lisbeth nackt“ (1890) – Eine erotische Tagebuch-Lesung

Fr., den 16. August 2019, 20.00 Uhr

ORi, Friedelstraße 8, 12047 Berlin

EINTRITT FREI // Spende am Ende

Lesung aus einem unveröffentlichten Tagebuch.

Infos und Facebook-Event HIER.

Die historische Tagebuchsammlung des Handschriftenhändlers Theodor Schmidt ist voller unveröffentlichter Schätze. Das Tagebuch eines Leipziger Studenten aus dem Jahr 1890, das der Verfasser selbst betitelte mit „Lisbeth nackt – Berichte darüber von mir, ihrem Geliebten, Oskar R.“ ist ein ziemlich heißes Dokument.

Oskar ist 26 Jahre alt und hat ein Verhältnis mit Lisbeth, der Tochter seiner Hauswirtin. Er darf sie küssen, sie auch obenrum nackt sehen, aber nicht völlig nackt.

Deshalb bohrt er ein Loch in die Tür zwischen seinem Zimmer und dem Badezimmer und beobachtet sie beim Waschen.

Seine Eindrücke, die er beim ersten Anblick der nackten Freundin empfindet, schreibt er in ein eigens dafür angelegtes Tagebuch.

Erotische Themen werden in Tagebüchern des 19. Jahrhunderts meist vollständig gemieden. Dass sich dieses Thema fast lückenlos durch ein ganzes Tagebuch zieht, ist von allergrößter Seltenheit.

Theo wird uns in seine Recherche zu diesem Tagebuch einweihen und die privaten Aufzeichnungen des heimlichen Voyeurs in seiner Lesung offenbaren.